Das Tor zur Versöhnung!

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Foto: Simone Osteroth

Versöhnung ist nichts, dass ich mir zurecht denken kann.
Ich kann mir noch so sehr vornehmen, mich versöhnen zu wollen. Es muss mit meinem Gefühl übereinstimmen. Sonst ist es nicht echt.
Versöhnung ist vielmehr ein emotionaler Prozess.
Voraussetzung ist zum einen, dass ich es zugebe.
Zugebe: „Ja, es gibt etwas zu versöhnen.“
Und zum anderen, dass ich bereit bin, das Tor zur Versöhnung auch öffnen zu wollen.
Manchmal fehlt noch die Bereitschaft zur Versöhnung.
Auch da kann ich mich positionieren und sagen: „Ich will die Versöhnung noch nicht.“ Vielleicht, weil es noch zu sehr schmerzt.
Beides ist ok!
Ich muss für meine Entscheidung, egal wie sie ausfällt, die Konsequenzen tragen.
Will ich mich versöhnen. Oder will ich nachtragend sein.
Ich entscheide!
Ich entscheide, ob ich das Tor zur Versöhnung öffnen will. Oder ob es noch verschlossen bleibt.
Ich bin Schöpfer meines Lebens!

Ich habe bereits mehrfach das Tor zur Versöhnung geöffnet.
Manchmal habe ich mir viel Zeit dafür gelassen. Weil ich sie brauchte.
Und mit jedem Moment, in dem Versöhnung stattfand, öffneten sich meine vorher vor Wut oder Schmerz geballten Hände.
Öffneten sich, um jemandem meine Hand zu reichen. Oder um Neues anzufangen.

Ich weiß nicht, wie oft ich noch vor dem Tor der Versöhnung stehen werde. Wie oft ich noch die Entscheidung treffen werde, es zu öffnen.
Aber es fühlt sich gut an, dass ich entscheiden kann.
Und wenn ich mich dafür entschieden habe, kann wieder eine emotionale Verletzung heilen. Können sich meine Hände wieder öffnen.

Stehst Du vielleicht gerade vor dem Tor der Versöhnung?
Frage dein Herz, ob Du es öffnen willst. Es kennt die Antwort!

 

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2 Gedanken zu “Das Tor zur Versöhnung!

  1. Vielen Dank für diesen sehr schönen Text zum Thema Versöhnung. Selber die Hand zur Versöhnung zu reichen ist nicht immer einfach, aber es ist die eigene Entscheidung. Schwieriger wird es, wenn man selber zur Vesrsöhnung bereit ist, aber der/die andere nicht, oder noch nicht, vielleicht auch nie. Das auszuhalten verlangt viel Kraft. Umso wichtiger wird in so einer Situation die Versöhnung mit sich selbst: Mir hilft, dass ich an die Einheit des Lebens (man kann es auch Gott nennen) glaube, in der alle und alles zu Hause sind, aufgehoben, angenommen. Versöhnung pur.

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    1. Vielen Dank für deinen Komentar. Das macht den Blog lebendig. Ja, das ist nicht einfach. Denn jeder kann nur für sich seinen Frieden schließen. Und anders herum ist es auch nicht möglich. Wenn sich eine andere Person mit mir versöhnt und ich mir selber aber nicht vergeben kann, dann nützt es mir auch nichts.
      Und ich glaube auch daran, dass es einen Gott gibt, der uns versöhnlich gestimmt ist. Ein gutes Gefühl.

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