Wem willst Du noch deine Hand reichen?

Vor ein paar Tagen wurde mir die Frage gestellt:
„Wem willst Du noch deine Hand reichen?“
Und in mir wurde eine Erinnerung wach.

Ich hatte meine Hand gereicht, nachdem ich verletzt wurde. Eine Verletzung durch eine Freundin. Die Verletzung erfolgte sicherlich nicht bewusst und beabsichtigt. Und doch verletzte sie mein Herz so stark, dass ich mich komplett zurück gezogen hatte. Unvorstellbar war es es für mich in dieser Zeit, meine Hand zu reichen.Zu tief saß der Schmerz.
Mit der Zeit spürte ich, dass in mir der Frieden einzog. Dass ich Frieden geschlossen hatte. Mir war der Frieden in mir begegnet. Das Gefühl der Verletzung hatte sich verwandelt.
Dies wollte ich auch meiner Freundin mitteilen.
Ich reichte meine Hand in Form eines Briefes. Drückte meine Versöhnung in Worten aus. Verlangte nichts zurück. Wollte „nur“ meine gewandelten Gefühle ausdrücken.
„Es ist gut. Ich reiche dir wieder meine Hand.“
Ein paar Tage später trafen wir uns zufällig auf einem Stadtfest. Hätte es diesen Brief nicht gegeben, hätten wir wahrscheinlich so getan, als würden wir uns nicht sehen.
Wären uns aus dem Weg gegangen. Aber nun konnten wir uns die Hand reichen.
Wir haben den ganzen Abend gemeinsam verbracht. Gelacht, getanzt und geredet. Es war ungezwungen wie früher.
Ich bin dankbar, dass ich diesen Frieden in mir spüren durfte. Dankbar, dass ich meine Hand reichen konnte.

„Wem willst du noch deine Hand reichen?“
Eine Geste, mit der wieder Frieden einkehren kann. Frieden in deinem Herzen.

 

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