Versöhnung mit dir selber

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Quelle Foto: Andrea Zmrzlak

Versöhnung mit dir selber wünsche ich dir,
die sich ereignet im Ja-Sagen
zu deinen Gaben und Begrenzungen

Versöhnung mit dir selber wünsche ich dir,
jene tiefe Einsicht deinem verhalten auf den Grund zu gehen,
um dich besser verstehen zu können.

Versöhnung mit dir selber wünsche ich dir,
jenes Wohlwollen, Fehler und Fehler einzugestehen,
weil du auch daran wachsen und reifen kannst.

Versöhnung mit dir selber wünsche ich dir,
im Integrieren deiner Behinderungen und Verletzungen,
damit sie aus der Tiefe heilen können.

Versöhnung mit dir selber wünsche ich dir,
jene Momente des Glücks,
in denen du die göttliche Spur in deinem Leben entdeckst und feierst.

Pierre Stutz

Vielen Dank auch an Pierre Stutz für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

Wer sind wir eigentlich im Projekt?

 

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Unbesetzte Stühle!
Schön anzusehen!
Sie können in ihrer Unterschiedlichkeit sicherlich Fragen aufwerfen und vielleicht zu Diskussionen führen.
Sie haben Spuren, sicherlich schon eine Menge getragen oder ausgesessen….
Der Hocker angemackt, ohne bequeme Lehne und flexibel in allen Richtungen.
Das Blumenmuster im Stuhl unmodern; nett gemeint Vintage.
Und der Bodenstuhl? Ohne Füße? Mit seiner gesamten Fläche mit dem Boden verbunden.
Auch wir tragen Spuren unseres Lebens, die sichtbar oder verborgen sein können. Wir haben unterschiedliche Zugänge zum Leben. Genauso wie die unterschiedlichen Stühle.
Und vielleicht ist es  genau das, was uns so beieinander sitzen lässt. Was unsere verschiedenen Fähigkeiten und unser Herzblut zusammen bringt, um das Projekt zu gestalten.
Zeit, unsere Gesichter zu zeigen:

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von links: Andrea Zmrzlak, Andrea Kröger, Simone Osteroth

Und das sind wir:
Andrea Kröger als Projektleiterin. Ohne sie gäbe es das Projekt nicht und sie wird nicht müde, es voranzutreiben und zu gestalten.
Andrea Zmrzlak als Fotografin. Die gute Seele, die euren Geschichten durch ihre Fotos einen besonderen Ausdruck verleiht und ihr Studio für verschiedene Anlässe zur Verfügung stellt.
Simone Osteroth als Bloggerin und Referentin für die Schreibwerkstatt. Der Blog wird von mir gestaltet und führt euch durch das Projekt. In der Schreibwerkstatt führe ich euch durch eure Geschichten.

Jetzt kennt ihr die Gesichter zu unseren Namen und unsere Philosophie.
Das Projekt gestaltet sich durch die vielen verschiedenen Erfahrungen und Lebensgeschichten der Menschen. Von unseren und euren. Ob ihr euch zeigt und eure Geschichte aufschreibt, oder auch, weil ihr hier oder in den Veranstaltungen mit dem Thema in Berührung kommt. Weil es euch berührt. Etwas anstößt. Vielleicht, weil etwas in Bewegung kommt.

Was wäre das Projekt ohne euch?

 

Woche der Begegnung und noch mehr!

Im Rahmen des Projektes findet vom 16.-22.September eine Woche der Begegnung in der Stadtkirche Moers statt.

Dort wird zum einen die Ausstellung mit den Fotos und Geschichten präsentiert.
Zum anderen erwarten euch in dieser Woche verschiedene Lesungen und Vorträge zum Projektthema.
Die Planungen dazu laufen auf Hochtouren und wir versprechen euch spannende und interessante Zeiten.

Aber das wird nicht alles sein.
Auch außerhalb dieser Woche der Begegnung wird es Vorträge geben und auch die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Seminar zum Thema „Versöhnung“.

Die Schreibwerkstatt am 14.Januar ist „nur“ der Auftakt. Informationen dazu findet ihr unter der Kategorie „Tages-Schreibwerkstatt Moers“.

Alle weiteren Informationen zu unseren Veranstaltungen findet ihr demnächst hier!

Versöhnung mit dem Älterwerden!

Heute Morgen musste ich zum Hautarzt. Krebsnachsorge. Hatte der Hautkrebs doch vor einigen Jahren schon mal zugebissen.
Und jetzt war da wieder so ein Fleck, der mir nicht gefiel.
Kommentar des Arztes kurz und knapp: „Kein Problem. Ist nur ne Alterswarze!“
Wie jetzt kein Problem? Das Wort Warze klingt in meinen Ohren schon nicht so harmonisch.
Aber „ALTERSWARZE“????
Ja, jetzt ist es langsam so weit. Sind die letzten Geburtstage denn unbewusst an mir vorüber gegangen?
Na ja immerhin ist es wirklich total harmlos. Gott sei Dank!
Noch schnell in die Apotheke ein Medikament besorgen!
Was springt mir ins Auge? Das Auge, dass mittlerweile zu einem perfekten „Versöhnungs-Radar“ geworden ist.
In der Rentner-Bravo (Senioren-Ratgeber) ist ein Artikel zu finden mit dem Thema: „Verzeihen können! Warum glücklich ist, wer vergibt“
Ich bin hocherfreut darüber und denke noch kurz beim Einpacken: „Ich werde wirklich älter.“
Auf meiner Fahrt im Taxi zum Bahnhof gefällt mir die Musik im Radio ausgesprochen gut und ich frage meine Taxifahrerin welcher Sender es ist und sie antwortet: „WDR 4“
Ok! Bis Leipzig fahre ich ein paar Stunden. Genug Zeit, den Senioren-Ratgeber zu lesen. Mich über meine Gesundheit zu freuen und Frieden mit dem Älterwerden zu schließen.
Ist man nicht immer so alt, wie man sich fühlt?
Na dann ist ja alles ok!

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Das ist mir doch ein Selfie wert!

 

Ankündigung

An einem der Tage, die kommen,

wird etwas geschehen, daß du nicht kennst,

noch nicht,

und auch nicht verstehst,

etwas, von dem du nur träumst,

was du erwartest, so wie ein Wunder.

Es wird etwas sein, auf das du nicht wartest,

nein, das du suchst,

und weißt auch nicht zu sagen, wonach, und du suchst es auch nicht,

sondern findest, und nicht einmal das,

es findet ja dich, dieses Lächeln, von dem du gefunden wirst,

an einem der Tage, die kommen.

 

Aus: Lothar Zenetti, In Seiner Nähe. Texte des Vertrauens (Topos Taschenbücher, Band 1018) © Matthias Grünewald Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2015. http://www.verlagsgruppe-patmos.de

Ja, es darf schmerzen!

Fäuste geballt!

Vor Schmerz, Groll und Wut!

Der Stachel schmerzt, sitzt tief und verteilt sein Gift brodelnd in der Blutbahn.

In der eigenen Blutbahn!

Nicht in der Blutbahn dessen, der den Stachel abgeschossen hat!

„Ungerechtigkeit“ schreit mein Ego laut heraus!

Was bleibt mir nun?

Hinschauen!

Auf die Gefühle, die da sind. Aber es schmerzt! Ja, und das darf es auch!

Zeit, die liebevolle Begegnung mit mir selbst und das Vertrauen darauf, dass Vergebung stattfinden kann.

All das hilft, den Stachel zu ziehen! Mit den eigenen Händen, die nicht mehr zu Fäusten geballt sind.